Yangon – Willkommen in Myanmar

15. Februar 2016

Menschen 100
Essen 60
Urlaubsfeeling 60

0 – Geht gar nicht
20 – Ohje, ohne Worte
40 – Ist bzw. sind Ok, könnte aber besser sein

Sehenswürdigkeiten 80
Sicherheit 100
Gesamteindruck 80

60 – Passt
80 – Prima, wir bleiben gerne länger
100 – Perfekt, wir wollen nicht mehr weg

Yangon – Myanmar, da sind wir endlich. Angekommen im Land von dem sehr viele so schwärmen, weil die Menschen hier ganz besonders nett sein sollen. Wir sind gespannt und und voller Vorfreude auf das, was uns hier erwartet.

Kaum angekommen in Yangon, machen wir uns auch schon auf den Weg um die bekannteste Pagode des Landes zu bestaunen, die Shwedagon Pagode. Gemeinsam mit Angela und Roy, mit denen wir bereits durch Indonesien gereist sind, einem weiteren Pärchen aus Chile und dem Lonely Planet Reiseführer wagen wir uns hinaus in die Straßen Yangons. Die Straßen sind geschmückt mit tollen alten Kolonialbauten. Noch sind sie nicht restauriert, doch mit etwas Fantasie kann man bereits erahnen wie toll sie aussehen werden. Vorbei an grünen, sauberen und von hunderten Menschen besuchten Parks führt uns unser Weg direkt zur Pagode. Wir haben noch nie so viele verliebte Asiaten auf einen Haufen gesehen, bisher vielleicht nur in größeren Städten, Bangkok zum Beispiel. 

Der Mönch

Am Fuße der Pagode angekommen, werden wir auch direkt angesprochen. Von Ven. Ven ist Mönch und lebt in Yangon. Er ist super freundlich und führt uns geschickt an den Souvenierverkäufern, auf dem Weg zur Pagode, vorbei. Die ganze Zeit befindet sich in meinem Hinterkopf dieser Gedanke, ob und wann er uns nun endlich abzocken wird. Da wir aber so viel Gutes von diesem Land und den Menschen gehört haben und er Mönch ist, verdränge ich den Gedanken. Ven möchte uns sein Kloster zeigen. Da heute Vollmond ist, hat man von hier einen ganz besonderen Ausblich auf die Pagode, so sagt er. Wow, dieses Angebot können wir natürlich nicht ausschlagen und verabreden uns nach Sonnenuntergang wieder am Eingang.

Die Shwedagon Pagode ist einzigartig. Komplett mit Gold überzogen glitzert sie wunderschön vor dem blauen Himmel in der Abendsonne. Die Pagode ist sehr voll, da heute am ersten Vollmond im Januar Muttertag gefeiert wird. So finden an jeder Ecke in der Pagode kleine und große Zeremonien statt. Es herrscht eine wunderbar spirituelle Stimmung, welcher wir uns auch hingeben und das Geschehen etwas abseits sitzend beobachten.

Der Fotograf

Mir fallen große wunderschöne Bilder auf, welche in einer Ecke neben der Pagode hängen und den Weg zu einer Fotoausstellung weisen. In der Nähe dieser Bilder steht ein älterer Herr, welcher ganz selbstverständlich mit dem neuesten iPad Pro gerade eine Präsentation auf einer Leinwand vorbereitet. Kurzerhand entscheide ich mich ihn anzusprechen und ich erfahre, dass er der Fotograf der tollen großen Bilder und der Fotoausstellung ist. Cool, neben vielen Hintergrundinformationen zu seinen Fotos bekommen wir auch noch exklusive Einblicke in weitere fotografische Arbeiten von ihm. Mit diesen Informationen im Gepäck macht es uns doppelt so viel Spaß die Fotoausstellung zu genießen. Beim Anblick der Fotos beantwortet sich auch unsere Frage zu dem Inneren der Pagode. Ganz oben in der Spitze befinden sich unzählige Schmuckstücke. Ketten, Ringe, Armreifen und Ohrringe. Wow, wir hätten mit vielen gerechnet, aber ganz sicher nicht mit einem “Schmuckkästchen”.  

Yangon13Nach einem wunderschönen Sonnenuntergang, inmitten dieser religiösen und spirituellen Umgebung, treffen wir uns wieder mit Ven. Nach einem kurzen Fußmarsch, durch die dunklen Gassen Yangons kommen wir am Kloster an. Bereits von weiten haben wir die Mantren der Mönche gehört. Nun sehen wir von wem Sie kommen. Circa zehn weibliche Mönche sitzen vor einem kleinen Buddha Tempel und führen gemeinsam ihr allabendliches Gebet durch. Wir nehmen kurz Platz und saugen diese besondere Stimmung auf.

Ven nimmt uns nun mit auf das Dach des Klosters, um uns den tollen Vollmond über Yangon und die Shwedagon Pagode bei Nacht zu zeigen. Wir haben einen atemberaubenden Blick über die Stadt und auf die Pagode. Ven ist so nett, dass er uns sogar anbietet hier im Kloster zu übernachten. Es sei nicht nötig, Geld für ein teures Hotel auszugeben. Wir sind erstaunt und überwältigt zugleich mit welch einer Gastfreundschaft uns Ven, der uns bis vor vier Stunden noch völlig fremd war, gegenübertritt. Nach weiteren tollen Gesprächen mit ihm verlassen wir das Kloster und verschwinden in der dunklen Nacht Yangons. Wir sind nach der Begegnung mit ihm wie in einem Glücksrausch und wissen nun, das es nicht nur ein Mythos ist, dass die Menschen hier ganz besonders nett sind. Dies soll sich auch am nächsten Tag wieder zeigen. Die Freundlichkeit der Menschen trägt zu einer Gelassenheit in uns bei und wir fühlen uns vollkommen sicher und voller Vertrauen. Mit diesem Gefühl reisen wir nicht sehr oft. 

Der Englischlehrer

Da die WLAN Verbindungen in Myanmar oft noch verbesserungswürdig sind, wir aber erfahren haben, dass das mobile 3G Internet ganz in Ordnung sein soll, machen wir uns am Morgen auf die Suche nach einer SIM-Karte für unser Handy. Die wuseligen Straßen Yangons erinnern uns ein wenig an Indien. Überall gibt es wieder Betelnussstände, alles wirkt etwas heruntergekommen, doch trotzdem gibt es einen entscheidenen Unterschied. Die Menschen. Jeder und wirklich jeder ist hier so nett, dass es fast schon unglaubwürdig ist. Doch dem ist bei weitem nicht so, wie wir gleich wieder feststellen werden. Auf unserer Suche werden wir diesmal von Mr. Toe angesprochen. Er fragt uns wo wir herkommen und wo wir hinwollen. In jedem anderen Land würde ich gar nicht erst ein Gespräch anfangen, da es sich mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit um irgend eine Abzocke handelt. Doch nicht hier, nicht in Yangon. Wir erfahren, dass er Englischlehrer ist und er sich sehr freut, dass wir sein Land besuchen. Er erzählt uns viel von der Geschichte Yangons und er ist glücklich, dass Aung San Suu Kyi die Wahlen gewonnen hat. Wir merken, wie sehr er sich den Wandel in seinem Land wünscht. Mr. Toe ist gerade auf dem Weg zu einer Pagode, möchte uns aber noch beim Kauf der SIM-Karte behilflich sein. Nach kurzer Suche ist ein Laden gefunden und er managt alles, sodass wir schnell unsere SIM-Karte bekommen. Zum Abschluss gibt er uns noch seine Nummer, unter der wir ihn immer erreichen können falls wir Probleme haben. Dann verschwindet er wieder im Gewusel der engen Gassen. Wir gehen zurück in unser Hostel und können es einfach nicht fassen wie freundlich und hilfsbereit die Menschen in diesem Land sind.

Nützliche Links und Infos für deinen Besuch in Yangon:

  • Unsere Unterkunft in Yangon: Little Yangon Hostel*
  • Das Hostel war eines der besten Hostels auf unserer bisherigen Reise, wir können es daher nur weiterempfehlen. Wir haben hier in einem 8er Zimmer geschlafen.
  • Wenn du planst von Yangon nach Mandalay zu fahren, schau mal nach Boss Express. Sie hatten wirklich die besten Busse auf dem gesamten Busbahnhof und die Preise sind genauso teuer bzw. günstig wie bei den anderen Anbietern.
  • Du musst absolut keine Doller mitbringen, überall gibt es Geldautomaten und du kannst wirklich überall mit der burmesischen Währung zahlen. Mit der DKB Karte* kannst du sogar kostenlos Geld abheben. 😉
  • Weiterhin musst du auch nicht lange Zeit im Voraus ein Zimmer reservieren. Wir waren zur Hauptreisezeit in Myanmar und haben immer kurz vorher oder direkt vor Ort ein Zimmer gefunden.

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