Tokio – Jetzt werden Träume gelebt

30. Juni 2016

Menschen 100
Essen 100
Urlaubsfeeling 60

0 – Geht gar nicht
20 – Ohje, ohne Worte
40 – Ist bzw. sind Ok, könnte aber besser sein

Sehenswürdigkeiten 100
Sicherheit 100
Gesamteindruck 100

60 – Passt
80 – Prima, wir bleiben gerne länger
100 – Perfekt, wir wollen nicht mehr weg

Schön, dass du da bist. Wir sind Caro und Christoph und seit dem 17. August 2015 auf Weltreise. Unsere Wohnung in Hamburg haben wir aufgelöst und das Auto verkauft. Auf helloworldtrip.com erzählen wir dir spannende Geschichten von unserer Reise und geben dir Tipps für dein nächstes Abenteuer. Hast du Lust uns auf unserer Reise zu begleiten? Auf Snapchat nehmen wir dich jeden Tag mit und zeigen dir unseren Reisealltag. 

Am Ende des Artikels findest du alle wichtigen Tipps zu Tokio kurz zusammengefasst.


Vorgeschichte

Tokio. Japan. Bei diesem Land weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll. Japan ist das Land in das ich schon immer einmal reisen wollte. Japan schaffte es schon vor über 20 Jahren auf meine Reisewunschliste. Da war ich noch in der Grundschule. Bei einem so lang gehegten Traum sammeln sich natürlich einige Vorstellungen und Erwartungen an. Für unsere Weltreise war Japan jedoch nicht geplant. Zu teuer. Japan wollten wir bereisen, wenn unsere Weltreise vorbei ist. Irgendwann halt mal, wenn wir richtig viel Geld haben. Von Südostasien aus ist der Weg bis nach Japan jedoch nicht mehr so weit und der Gedanke an Japan lies mich nicht mehr los. Wir haben lange diskutiert. Aber ist JETZT nicht genau der richtige Zeitpunkt um unsere Träume zu verwirklichen? Wer weiß schon was nach der Weltreise ist?

Manchmal muss man seine Pläne auch ändern

Ich bin sehr froh, als wir uns auf Bali dann doch noch für Japan entscheiden. Manchmal sind solche Entscheidungen, wenn man zu zweit reist, gar nicht so einfach. Eigentlich war es auch für mich OK, dass wir Japan einfach um ein paar Jahre nach hinten schieben. Doch dann las ich das Buch „Das Café am Rande der Welt.“ Durch dieses Buch wurde mir wieder einmal bewusst, dass man seine Träume so schnell wie möglich leben sollte. Man weiß schließlich nie, was in Zukunft passieren wird. Nach dem Buch habe ich mir all meine Herzenswünsche aufgeschrieben. Eine Reise nach Japan war ein Wunsch davon. Christoph hat irgendwann eingesehen, dass ich auf unserer Reise irgendwann sehr unglücklich werde, wenn wir zwar viele coole Länder bereisen, aber ich mein Lieblingsland auslassen muss. Nach ein paar Tagen konnte ich ihn dann umstimmen. „Ok, wir fliegen nach Japan.“ In diesem Moment konnte ich es noch gar nicht glauben. Zu viele Emotionen. Zu viele Freudentränen. Den ganzen Tag. Und nochmal als wir dann endlich unseren Flug gebucht haben. Wie krass ist das bitte, wenn man sich nach über 20 Jahren endlich einen Traum erfüllt? Jetzt nur noch nach Myanmar, Thailand, Kambodscha und Vietnam und dann, ja dann bin ich endlich in Japan. Versteh mich nicht falsch, Südostasien ist super, aber es ist eben nochmal etwas ganz anderes, wenn man dann in das Land des Herzen reist.

Mai. Endlich ist es soweit. Wir fliegen nach Tokio. Hoffentlich wird es so, wie ich mir das immer vorgestellt habe. Wenn man über so einen langen Zeitraum einen Traum verfolgt ist die Gefahr, dass am Ende alles ganz anderes wird groß. Wir haben zwei Wochen für unsere Reise durch Japan eingeplant, Japan übersteigt leider unser Budget. Aber immerhin, besser als nichts.

13139001_915444778568438_4925047548242108956_n (1)

Endlich in Tokio.

Da bin ich nun. Da sind wir nun. Wir laufen durch die Straßen. Ich finde es einfach nur verrückt durch meinen ganz persönlichen Traum zu laufen. Ich glaube ich habe in all den Jahren davor jede Dokumentation über Japan gesehen. Natürlich kenne ich auch ein paar Manga-Serien und ein paar Filme. Krass, es sieht hier tatsächlich so aus. Mir war bis zu dem Moment gar nicht bewusst, wie viel ich von der japanischen Kultur über die Zeichentrickfilme gelernt habe. Wir laufen und laufen und ich sehe all die Dinge, die ich schon aus den Filmen kenne. Ein wirklich unbeschreibliches Gefühl. Ich sauge alles in mich auf. Für unsere Reise durch Japan machen wir uns extra mit Snapchat vertraut. Ich will alles festhalten, wirklich alles. Ich will all die Momente niemals vergessen.

Zwei Wochen sind nicht viel Zeit. Im Vorfeld plane ich daher wirklich viel, im Vergleich zu all den anderen Ländern. Hier will ich aber so viel wie möglich sehen.

Jeden Tag stehen wir daher früh auf und erkunden ein Stadtteil nach dem anderen. Wir laufen durch Asakusa, Akihabara, Ginza, Shinjuku, Shibuya, Harajuku, Ebisu und Ikebukuro. Abends sind wir immer total müde und fallen einfach nur noch ins Bett.

Tokio ist auf der Liste mit unseren Lieblingsstädten auf Platz 1, noch vor New York!

Das Besondere an Tokio sind die vielen verschieden Stadtteile. In jedem gibt es eine Besonderheit. Diese Stadt ist so vielseitig, hübsch und inspirierend, dass wir uns schnell einig sind und Tokio zu unserer Lieblingsstadt auf der Welt (außerhalb von Deutschland) küren. Tokio zieht dabei schnurstracks an New York vorbei. Oha, das muss man erstmal schaffen. Klar liebe ich Japan, aber das habe ich dann trotzdem nicht erwartet. Wenn ich Deutschland bei all meinen Lieblingsstädten mit einbeziehe, dann ist natürlich Hamburg auf Platz eins. <3

Sind wir noch in Asien?

Im Vergleich zu Hoi An in Vietnam fällt uns eins besonders schnell auf. Tokio ist eine ruhige Stadt. Durch das riesige U-Bahn Netz gibt es kaum Autos auf den Straßen. Niemand hupt. Alles geht geregelt und geordnet zu. Alles ist sauber. Verrückt, wie sich unsere Ohren an den Lärm in Südostasien gewöhnt haben. Durch die Ruhe in Tokio fühlen sich unsere Ohren taub an, aber das sind sie gar nicht. Tokio ist einfach nur eine extrem leise Stadt.

Tokio05

Der Kontrast zu Vietnam bzw. Südostasien könnte eigentlich nicht größer sein. Klar, auch die Menschen sind dort nett, aber das was wir Japan erleben ist noch einmal eine ganz andere Nummer. Die Japaner sind extrem höflich und zuvorkommend. In den Touristenbüros bekommen wir direkt eine ganz Menge hilfreicher Prospekte in die Hand gedrückt. Einige sind sogar auf Deutsch. Hier hat sich echt mal jemand Gedanken gemacht.

Tokio ist mega strukturiert. Alles hat seine Ordnung. Nach einer Weile frage ich mich, wie sich die Tokioter fühlen, wenn sie sich außerhalb von Japan bewegen? Wie finden sie sich zum Beispiel in dem chaotischen Südostasien zurecht? Und wie finden sie wohl die Arbeitskultur in ihren Nachbarländern? In Südostasien wird im Vergleich zu Japan extrem ineffizient gearbeitet. In manchen Läden gibt es mehr Personal als Gäste und viele Stunden werden pro Tag, auf Kundschaft wartend, am Smartphone verbracht. In Japan ist es genau anders rum. Die Prozesse sind bis aufs letzte Detail optimiert.

Tokio12

Vorsicht bei den Glückslosen

Glückslose. Wenn man die japanischen Filme kennt, dann kennt man auch die Glückslose. Ich bin ein bisschen aufgeregt als ich diese am Tempel finde. Meine Erfahrung mit chinesischen Glückskeksen ist durchweg positiv. Ich habe keinen Plan und mache mir auch kein Bild über die Konsequenzen. Eine Japanerin hilft mir mein Los zu übersetzen. Sie meint, dass es ein gutes ist. Erst als ich die englische Übersetzung selber lese, wird mir bewusst, das da nicht nur positives drin steht. Hätte ich gewusst, dass die Lose auch negativ sein können, hätte ich keins gezogen. Eine Möglichkeit besteht aber noch. Vielleicht habe ich mein Los aber auch einfach nur falsch interpretiert? Ich will die Botschaft nicht wahr haben und hole mir deshalb noch eine zweite Meinung ein. Der zweite Japaner bestätigt meinen Verdacht und sagt das es „So, So“ ist. Na prima. Ich will kein Unglück haben und schon gar nicht in Japan. Zum Glück gibt es in diesem Land für jedes Problem auch eine Lösung. Ich habe ja bereits erwähnt, dass alles gut durchdacht ist. Nachdem ich mich ein bisschen über die Glückslose im Internet informiert habe, weiß ich was zu tun ist. Ich muss zurück zu dem Tempel, denn dort stehen mehrere Gitter an die man seine Unglückslose knoten und loswerden kann. Auf diese Weise lässt sich verhindern, dass sich das Unglück an die eigenen Fersen heftet. Ganz kalt lässt mich diese Geschichte allerdings nicht und leider ist es mir auch gleich am ersten Tag passiert. Wenn du also auch nicht mit Unglückslosen umgehen kannst, dann lass es einfach. Wirklich! Was in dem Los stand? Ich will mich lieber nicht daran zurück erinnern und schon gar nicht hier aufschreiben, wer weiß – vielleicht geht es ja dann doch in Erfüllung? Der Gedanke, dass das Los nun bei einem Tempel ganz weit weg von mir hängt, beruhigt mich sehr.

Spaß, Spaß, Spaß

Auch wenn vieles in Japan perfekt und optimiert ist, bleibt der Spaß dabei nicht auf der Strecke. In Tokio kann man sogar sehr viel Spaß haben. Neben dem Bild vom hochtechnisierten Japan hat man ja auch immer noch das verrückte Japan im Kopf. Und tatsächlich, in den Stadteilen Akihabara, Harajuku und Ikebukuro kann man sich den ganzen Tag vergnügen. Es gibt riesige Spielhallen, in denen es dann auch alles andere als ruhig zugeht. Die Maschinen machen einen riesigen Krach. Und wer denkt, dass man hier nur junge Menschen findet, der irrt. An den Automaten sitzen auch Rentner, die Maschinen schneller bedienen können als Jugendliche ihr Smartphone. Das ist verrückt.

Wir probieren alles aus. Wir gehen in kunterbunte Restaurants und Christoph tanzt auf einem Einhorn (das wiederum auf einer riesigen Torte steht), ich verliebe mich in Nato (fermentierte Sojabohnen) und bekomme von den Japanern jedes Mal ein High Five wenn sie mich beim Essen beobachten, wir nehmen lustige Fotos von uns am Purikura-Automat auf und gehen shoppen.

Die Japaner sind extrem modisch gekleidet. Nach ein paar Tagen wird der Druck immer größer und ich fühle mich nicht mehr wohl in meinen Backpacker-Klamotten, die ich inzwischen seit fast neun Monaten täglich trage. Ich erliege der japanischen Mode und tausche ein paar alte Dinge aus meinem Rucksack gegen neue Dinge aus. In Südostasien haben ich diesen Druck nach neuen Dingen ziemlich gut widerstehen können, aber in Tokio schaffe ich es nicht. Christoph geht es ähnlich. Verrückt was Tokio mit uns macht.

Nach den ersten drei Tagen in Japan geht es weiter nach Kawaguchiko, zum Mount Fuji. Auf meiner kleinen Liste stehen aber immer noch ein paar Punkte. Zum Glück kommen wir am Ende dieser Reise nochmal zurück nach Tokio.

Nützliche Links und Infos für deinen Besuch in Tokio:

  • Unsere 1. Unterkunft in Tokio: IRORI Nihonbashi Hostel and Kitchen*
    Cooles Hostel mit Küche. Um die Ecke ist ein Supermarkt und ein 7/11 sowie die U-Bahn Station Higashi Nihonbashi. Sehr praktisch ist die Küche, da man so selber kochen kann und nicht in ein teueres Restaurant gehen muss.
  • Unsere 2. Unterkunft in Tokio: ENAKA Asakusa Central Hostel*
    Wir waren am Anfang und am Ende unserer Reise in Tokio. Dieses Hostel ist ziemlich neu und vergleichsweise günstig. Das Hostel liegt ganz in der Nähe von dem berühmten Sensō-ji Tempel in Asakusa.
  • Japan Railpass: Wenn du neben Tokio auch noch andere Regionen bereisen möchtest, empfiehlt sich der Japan Railpass. Diesen kannst du nur außerhalb von Japan kaufen. Auf dieser Seite findest du alle wichtigen Informationen dazu.
  • Tōkyū Hands in Shibuya: Auf 8 Stockwerken findest du alles rund ums Thema DIY. Außerdem gibt es dort Produkte die all deine Probleme lösen können, auch die, von denen du vorher noch gar nichts wusstest. 🙂 Wir hatten sehr viel Spaß in diesem Laden.

  • KiddyLand in Harajuku: Wenn du ein Fan von japanischen Maga-Figuren bist, dann kommst du um diesen Laden herum. Hier gibt es zu allen angesagten Figuren Merchandising-Produkte. 🙂

  • Tsukiji Fisch-Market: Jeden Tag findet gegen 6 Uhr morgens die Tunfischauktion auf dem größten Fischmarkt der Welt in Tokio statt. Bei der Auktion dürfen jeden Tag nur 120 Personen zuschauen. Wenn du dir dieses Spektakel nicht entgehen lassen willst, solltest du schon gegen 2:00 Uhr dort sein. Als wir dort waren, waren um 2:30 Uhr alle Plätze weg. Nachts fahren keine U-Bahnen und du musst zu dem Fischmarkt laufen. Vom IRORI Nihonbashi Hostel and Kitchen* haben wir eine Stunde zu Fuß gebraucht. Fazit: Die Tunfischauktion ist sehr interessant, allerdings lohnt sich die Wartezeit von 3,5 Stunden mitten in der Nacht nicht. Die Auktion dauert nur 15-20 Minuten.

  • Schöne Aussicht über Tokio: Vom obersten Stockwerk des Rathauses im Stadtteil Shinjuku hast du einen guten und kostenlosen Ausblick über die ganze Stadt.

  • Nato: Wenn du in Japan bist, solltest du unbedingt einmal die fermentierten Sojabohnen zum Frühstück probieren. Für viele ist der Geschmack etwas gewöhnungsbedürftig, ich fand es aber ziemlich lecker. Die Japaner waren immer ganz überrascht, dass mir Nato schmeckt. 😀

  • Geld sparen: Japan ist teurer als Südostasien, dafür bekommst du hier aber auch einen ganz anderen Standard. Du kannst die Preise etwa mit den deutschen Preisen vergleichen. Wenn du Geld sparen willst, such dir ein Hostel mit Küche und koche selber oder kauf dir frisches Essen im 7/11. Wir waren jeden Tag mindestens einmal im 7/11, die Preise sind hier einfach unschlagbar. 

  •  Wenn du noch weitere Tipps rund um Tokio und Japan suchst, dann schau mal auf unserem Pinterest Board “Wanna see in Japan” vorbei. Dort habe ich ziemlich viele Tipps zusammen getragen. 

  • Zur Einstimmung auf Japan empfehlen wir dir diese 3-teilige Dokumentation “Bin mal kurz etwas länger in Japan“. Wir sind davon überzeugt, dass es keine bessere Doku gibt und mussten an ziemlich vielen Stellen lachen. 🙂

Folgst du uns auch schon auf unseren anderen Kanälen?

  • Snapchat: …wenn du uns jeden Tag auf unserer Reise begleiten möchtest.
  • Facebook: …wenn du erfahren willst wann einer neuer Blogbeitrag online ist.
  • Instagram: …wenn du unsere schönsten Fotos nicht verpassen willst. Hier siehst du alle Bilder aus Japan.
  • YouTube: …wenn du lieber Filme schaust als Texte zu lesen.
  • Pinterest: …wenn du nach Inspirationen für deine nächste Reise suchst.

*Affiliate Link: Wenn du über diese Links buchst bekommen wir eine kleine Provision. Für dich wird es dadurch aber nicht teurer.

BLEIB' MIT UNSEREM NEWSLETTER AUF DEM LAUFENDEN

Registrieren Sie sich jetzt, um eine Email zu erhalten, wenn ich neue Inhalte publiziere.

Ich werde niemals Ihre Email Adresse weitergeben, handeln oder verkaufen. Sie können die Benachrichtigung jederzeit abbestellen.

Kommentar verfassen

Go top