Phnom Penh – Bella Italia

15. April 2016

Menschen 60
Essen 80
Urlaubsfeeling 40

0 – Geht gar nicht
20 – Ohje, ohne Worte
40 – Ist bzw. sind Ok, könnte aber besser sein

Sehenswürdigkeiten 60
Sicherheit 80
Gesamteindruck 60

60 – Passt
80 – Prima, wir bleiben gerne länger
100 – Perfekt, wir wollen nicht mehr weg

„Ich wäre jetzt gern in Italien.“ Christoph schnippst mit dem Finger. Nichts passiert. Wir sitzen immer noch in unserem Hostelzimmer in Phnom Penh. In der letzten Zeit erwische ich mich immer wieder dabei, wie ich mir Reisen durch Italien, Frankreich oder Schweden ausmale. Europa ist doch auch ganz schön, oder nicht? Jetzt gerade in diesem Moment habe ich keine Lust mehr auf Asien. Warum ich genau nach Italien will weiß ich aber auch nicht.

Kambodscha und so auch Phnom Penh sind sehr vielfältig, vor allem was das Essen angehet. An keinem anderen Ort auf dieser Reise haben wir so eine große Dichte an westlichem Essen erlebt. Interessanterweise kostet dieses Essen nicht mehr als Khmer Essen, also kambodschanisches Essen. Essen kostet hier sogar so viel wie ein deutsches “schnelles” Essen, also 4-6 Euro. In Berlin bekommt man dafür sogar gleich zwei Döner. In allen anderen asiatischen Ländern kostet das lokale Essen jedoch meistens nur ein drittel. Warum das hier anders ist wissen wir nicht. Natürlich findet man auch hier die ein oder andere Garküche am Straßenrand, allerdings sind diese Mahlzeiten nicht unbedingt pflanzlich.

Wir entdecken aber an jeder Ecke etwas anderes tolles und leckeres. Hier gibt es viele Bäckereien die französisches Baguette verkaufen. Der Einfluss von Frankreich ist noch deutlich zu spüren. Schlaraffenland für mich. Materielle Dinge sind mir nicht so wichtig. Am liebsten gebe ich mein Geld fürs Reisen oder für gutes Essen aus. Nichts frustriert mich mehr als schlechtes Essen. Ich kann nicht einfach nur Essen um satt zu werden. Ich möchte danach auch glücklich sein. Zumindest nicht unglücklicher als vor vor dem Essen. Vielleicht sehne ich mich deshalb in letzter Zeit so oft nach Italien oder Frankreich? „Pizza” ist meine Standardantwort wenn mich Christoph nach meinem Essenswunsch fragt. Asiatisches Essen ist auch toll, vor allem in Thailand, aber ich befürchte, dass man durch seine Herkunft sehr stark an bestimmte Geschmäcker gewöhnt ist und so nutzt sich das Verlangen nach der asiatischen Küche nach ein paar Monaten einfach ab.

Ich mag das Wort „Universum“ nicht besonders gerne und Gott kann ich das nachfolgende Erlebnis nicht zuschreiben. Keine 12 Stunden nach meinem Italien-Wunsch werde ich von irgendjemand erhört. Wir befinden uns an einem quirligen und lauten Ort, die Menschen um uns sprechen italienisch, es riecht nach Italien und es sieht auch aus wie in Italien. Ein Kellner bringt uns zwei riesige Pizzen, beide so groß das sie weder auf den Teller, noch auf Tisch passen. Selbst auf ein Foto bekomme ich sie zusammen nicht drauf. So sieht Glück aus. Ich esse extra nur eine Hälfte, die Pizza ist ja auch groß genug. Die andere Hälfte hebe ich mir für morgen auf, dann wird es sie zum Frühstück geben. Noch so ein Ding das mich unglaublich glücklich macht. Kalte Pizza vom Tag davor. Ich lasse mir die übrigen Stückchen einpacken. Wenig später steht eine weiße Styroporbox auf dem Tisch. Lieber hätte ich eine Pappschachtel gehabt, damit die Stücken nicht so aneinander kleben. Ich komme langsam wieder in Asien an. Mit einer Styroporbox, die sich in einer Plastiktüte befindet, verlassen wir das Lokal. Die Gegend ist ziemlich cool. Nebenan gibt es ein paar gemütliche Bars, weitere Restaurant und ein paar kleine Läden wie in Italien.

Mit jedem weiteren Schritt der uns von diesem kleinen Ort entfernt kommen wir auch wieder mehr in Phnom Penh an. In den Gassen ist es dunkel, auf den großen Straßen herrscht Verkehrschaos. Die Luft ist stickig und der Boden staubig. An einigen Ecken ist es so von Müll verschmutzt, dass wir unweigerlich wieder an Indien zurückdenken. 

Hallo Kambodscha, hallo Phnom Penh.

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