Kampot – Da wo der Pfeffer wächst

29. April 2016

Menschen 80
Essen 100
Urlaubsfeeling 80

0 – Geht gar nicht
20 – Ohje, ohne Worte
40 – Ist bzw. sind Ok, könnte aber besser sein

Sehenswürdigkeiten 80
Sicherheit 80
Gesamteindruck 80

60 – Passt
80 – Prima, wir bleiben gerne länger
100 – Perfekt, wir wollen nicht mehr weg

Da ist er wieder. Ein Ort den wir sofort in unser Herz schließen. Wir sind in Kampot, dort wo der Pfeffer wächst. Früher hätte ich Angst gehabt, wenn mich jemand an diesen Ort gewünscht hätte. Heute weiß ich, dass es hier ganz wunderbar gemütlich und freundlich ist.

Kampot ist nicht besonders groß und es gibt bis auf den Pfeffer keine weiteren wirklichen Sehenswürdigkeiten. Stattdessen bietet der Ort Leben. Hübsche Cafés, Kolonialbauten, alte Warenhäuser und eine herzliche und entspannte Atmosphäre. Kampot ist ein Ort an dem man gerne länger bleibt als ursprünglich geplant. Wir leihen uns Fahrräder aus, erkunden die hübschen Straßen und fahren am Flußufer entlang. Überhaupt schaffen es Orte, die man per Fahrrad schnell überblicken kann, ganz weit nach oben auf die Liste unserer Lieblingsstädte.

Die Stadt besteht aus einem „französischen Teil“ und einem „kambodschanische Teil“. Im „kambodschanische Teil“ sind die Straßen staubiger und es sind mehr Menschen auf den Straßen. Gemütliche Cafés weichen Street Food Ständen. Alles ist anders und doch gibt es eine Gemeinsamkeit zwischen den beiden Stadtteilen und einen nachhaltigen Einfluss aus der französischen Kolonialzeit. Es gibt Baguette. Für uns war es am Anfang etwas kurios, aber auch die Straßenhändler verkaufen hier belegtes Baguette. Muss ich erwähnen, dass uns das lieber ist als ein Reisgericht?

Baguette in der L'Epi D'or Bakery in Kampot

Das Essen ist hervorragend und für Reisende wie uns, die Lust auf Abwechslung haben genau das Richtige. Im Vergleich zu anderen asiatischen Ländern kostet in Kambodscha lokales Essen meistens genauso viel wie westliches Essen. Wir genießen zum Frühstück frisches Obst mit Müsli und Kokoscreme in Elli’s Café, richtig gutes Französisches Baguette zum Mittag und zum Abendessen gehen wir in ein veganes / vegetarisches Restaurant, das erst vor ein paar Tagen eröffnet hat. In Kampot kann man sich echt richtig gesund ernähren. Hier ist es fast wie in Canggu auf Bali, auch wenn die Auswahl an hippen Restaurants noch viel kleiner ist. In mindestens einem der drei Lokale sind wir in den sechs Tagen täglich und so werden wir von den Bedienungen schon erkannt.

Veganes Frühstück bei Elli's in Kampot

Kampot – Pfeffer und Krebse

Wir sind aber nicht nur zum Leben und Essen hier, oder doch? An einem Tag mieten wir uns einen Roller und fahren zu einer Pfefferplantage in den Nachbarort Kep.

Die Pfefferplantage die wir besuchen wurde von zwei Franzosen errichtet. Lokale Mitarbeiter kümmern sich um die ökologische Pfefferplantage und führen uns in einer kostenlosen Tour über das Gelände. Die Eigentümer kommen nur zwei bis dreimal pro Jahr zu Besuch. Für ihren Besuch haben sie sich allerdings richtig schöne Häuser neben die Plantage gebaut. Man merkt sofort, dass dieses Business professionell aufgezogen ist. Natürlich gibt es auch einen kleinen Verkaufsraum und Pfeffer zum probieren. Schade, dass wir noch so lange reisen, sonst hätten wir sicher Pfeffer mit nach Hause gebracht. Aber wer will schon ein halbes Kilo Pfeffer um die Welt tragen? Lecker ist er auf jeden Fall. La Plantation, so der Name der Plantage, exportiert den Kampot-Pfeffer auch. Allerdings im Moment nur nach Frankreich, Amerika und nach Japan. 

Mit dem süßen Geschmack von rotem Pfeffer im Mund machen wir uns auf den Weg in die Stadt. In Kep wartet auch wieder ein kulinarisches Highlight auf uns. Hier gibt es die berühmten Kep Krebse. Auf dem Markt beobachten wir, wie vor allem Frauen die lebendigen Krebse an den Mann bringen wollen. Hier herrscht knallhartes Business und nur gucken gilt nicht wirklich. Wir sollen kaufen. Äh ja, was sollen wir mit einem Kilo Krebse? Probiert haben wir sie dann aber doch, in einem Lokal nebenan. Dazu gab es Kampot-Pfeffer. Fazit: Kann man mal machen. 🙂

Kampot – Bootstour mit Sonnenuntergang

Ein Boot, ein Sonnenuntergang und zwei Bier. Hier kommt seit langem wieder Heimweh und Erinnerungen an vergangene Sommertage am Elbstrand in Hamburg auf. Hach ja, die Kombination aus Sonne, Wasser, Boote / Schiffe und Bier ist einfach immer wieder schön. 🙂

Kampot ist der letzte Ort, den wir uns in Kamboscha ansehen. Wir sind nur noch 60 Kilometer von der vietnamesischen Grenzen entfernt, und dort geht es auch als nächstes hin.

Nützliche Links und Infos für deinen Besuch in Kampot:

  • Unsere Unterkunft in Kampot: Blue Buddha Hotel*
    Super Unterkunft mit riesigen Zimmern, einer Bibliothek zum Bücher tauschen, kostenlosen Fahrrädern und einem Gutscheinheft für einige Lokale in Kampot
  • Das beste Frühstück gibt es bei Elli’s
  • Das beste vegane / vegetarische Abendessen + die besten Smoothies bekommst du im Simple Things. Das Lokal wurde erst in der Woche in der wir dort waren eröffnet. Das Essen schmeckt dort so wie wir es selber auch kochen würden, nur ein kleines bisschen besser. 😉
  • Französische Bäckerei L’Epi D’or Bakery & Cafe
    Probiert hier unbedingt die Brownies und natürlich das Baguette.
  • Pfefferplantage mit ökologisch angebauten Pfeffer La Plantation

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3 comments

  1. Comment by Lars

    Lars Reply 19. Februar 2017 at 19:49

    Schöner realistischer Bericht. Ich war auch schon öfter in Kampot. Das Städtchen ist im Vergleich zu vor 4-5 Jahren nicht wieder zu erkennen. Viel mehr Touristen und viele Lokale von “Auswanderern”. Das hat dem Charme aber in diesem Fall nicht geschadet. Echt ein tolles abwechslungsreiches und erholsames Städtchen am Fluss.
    Ach ja die große Pfefferplantage kenne ich auch, das ist aber wirklich Business-Pur. Denn tollen Kampot Pfeffer kaufe ich in Deutschland direkt bei http://www.unclespepper.com
    Hier kommt der Kampotpfeffer direkt von der Pfefferfarm im Kambodscha. Empfehlenswert!

    • Comment by Caro

      Caro Reply 2. März 2017 at 10:13

      Hey Lars, vielen Dank für deinen Kommentar und den Link zu dem Kampot Pfeffer. Es ist lustig, Christoph und ich haben neulich noch überlegt wie wir bloß an den Pfeffer ran kommen. Die Plantage auf der wir waren verschickt nämlich nicht nach Deutschland. Damals hatten wir uns nichts mitgenommen, weil wir das nicht um die die halbe Welt tragen wollten. Also, vielen Dank für den Link!!! 🙂 🙂

      Liebe Grüße
      Caro

  2. Comment by steinfisch

    steinfisch Reply 29. April 2016 at 14:23

    Danke für die Fotos und den Bericht. Passt nicht ein kleines Tütchen mit Pfefferkörnern in euer Gepäck? Pfeffer ist lange haltbar. 😀

    Liebe Grüsse
    Ingrid

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