Hiroshima und die Atombombe

9. August 2016

Menschen 80
Essen 80
Urlaubsfeeling 60

0 – Geht gar nicht
20 – Ohje, ohne Worte
40 – Ist bzw. sind Ok, könnte aber besser sein

Sehenswürdigkeiten 80
Sicherheit 100
Gesamteindruck 80

60 – Passt
80 – Prima, wir bleiben gerne länger
100 – Perfekt, wir wollen nicht mehr weg

6. August 1945. Am frühen Morgen diesen Tages wirft der amerikanische Bomber „Enola Gay“ die erste gegen Menschen gerichtete Atombombe über Hiroshima ab. Um 8:15 Uhr explodiert die Bombe mit dem Namen „Little Boy“. Es entsteht ein Feuerball mit einer Temperatur von über einer Millionen Grad Celsius. Die Druckwelle schleudert Menschen über die Straßen. Diejenigen die noch leben, suchen blutüberströmt und mit verbrannter Haut, die in Fetzen herunter hängt, nach Hilfe. 140 000 Menschen sterben sofort oder kurz danach an den Folgen der nuklearen Strahlung. Geschätzte 60 000 Menschen sterben in den Folgejahren an Leukämie und Krebs.

Wir möchten uns den Ort dieser Geschehnisse anschauen um zu verstehen, warum Menschen sich gegenseitig solche Grausamkeiten antuen. Mit dem Shinkansen kommen wir, wie immer in Japan, pünktlich auf die Minute in Hiroshima an. Auf den ersten Blick erkennt man der Stadt heute nicht mehr an, was hier vor 71 Jahren passierte. Hiroshima wirkt wie jede andere japanische Stadt die wir bisher gesehen haben sehr modern und fortschrittlich. Die Sonne scheint und der Himmel ist blau. 

Einige wenige Gebäude haben den Atombombenabwurf überstanden und dienen heute als Mahnmale. Am bekanntesten ist wohl der Atombombendom, welcher von der UNESCO 1996 als Friedensdenkmal in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde. Der Dom befindet sich im Friedenspark von Hiroshima. Neben dem Dom befinden sich hier noch weitere Denkmale die an das grausame Ereignis erinnern sollen. Für uns ist der Besuch des Parks äußerst surreal, da wir uns einfach nicht erklären können warum Menschen sich dies gegenseitig antuen können. Der Besuch des Museums verschlägt uns dann nochmal vollkommen die Sprache. Völlig ungeschönt und mit heftigen Bildern und Videos werden die Ereignisse rund um den Atombombenabwurf hier präsentiert. Jeder führende Politiker dieser Welt sollte dieses Museum einmal besuchen, um zu erkennen, dass Krieg oder der Einsatz nuklearer Waffen keine Lösung für Probleme sein darf. Der Besuch lässt uns ziemlich nachdenklich werden. Auch wenn wir hier nicht das erste mal mit den Grausamkeiten der Menschheit in Berührung kommen, ist es für uns immer wieder eine emotionale Angelegenheit. Bis heute bringen Schulkinder gefaltete Origami Kraniche in den Park, um an die Opfer zu gedenken und Mut zu machen. Die Papierkraniche sind ein Zeichen des Friedens. 

Hiroshima_203

Auf unserer Reise sind wir durch viele verschiedene Länder gereist und haben viele unterschiedliche Menschen getroffen. Bisher sind wir fast immer positiv begrüßt und behandelt wurden, nie wurde uns Hass oder Ablehnung entgegengebracht. Wir sind davon überzeugt, dass die Mehrheit der Menschen positiv eingestellt ist und ohne Krieg und Terror in Frieden leben möchte. Wir können nur hoffen, dass unsere derzeitigen Probleme mit kühlem Kopf und vor allem mit Menschlichkeit gelöst werden. Speziell dieser Ort kann dabei helfen zu zeigen, dass nukleare Waffen nie eine Lösung waren und auch nie wieder eine mögliche Lösung sein dürfen.

Nützliche Links und Infos für deinen Besuch in Hiroshima:

  • Unser Hostel in Hiroshima: Hostel & Cafe Backpackers Miyajima*
    Das Hostel liegt ca. 30 min mit dem Zug außerhalb von Hiroshima direkt an der Miyajima Insel wo der berühmte Itsukushima-Schrein steht. Wenn du aber einen Railpass hast ist es kein Problem, da du hiermit “kostenlos” in die Stadt kommst. 🙂
  • Mit dem Railpass kommst du übrigens auch kostenlos mit der Fähre rüber auf die Miyajima Insel.
  • Wenn du in Hiroshima bist, solltest du unbedingt Okonomiyaki, eine Art Pfannkuchen mit Gemüse probieren. Unsere Meinungen zu dem Gericht gehen auseinander, aber satt wird man davon auf jeden Fall, auch wenn man sehr, sehr großen Hunger hat. 😉
  • In  “Die Geschichte von Sadako”, liest du über das Schicksal eines kleinen Mädchen, das an Leukämie nach der Atombombe erkrankt ist. In der Geschichte erfährst du auch noch genaueres über die gefalteten Papierkraniche beim „Kinder-Friedens-Denkmal“.

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