Goa – Sonne, Strand und Meer

8. Oktober 2015

Menschen 80
Essen 100
Urlaubsfeeling 80

0 – Geht gar nicht
20 – Ohje, ohne Worte
40 – Ist bzw. sind Ok, könnte aber besser sein

Sehenswürdigkeiten 60
Sicherheit 60
Gesamteindruck 80

60 – Passt
80 – Prima, wir bleiben gerne länger
100 – Perfekt, wir wollen nicht mehr weg

Links. Rechts. Links. Rechts. Wir rollen die ganze Zeit von einer Seite auf die andere. 12 Stunden lang. Wir befinden uns im Nachtbus von Mumbai nach Goa. Im Bus liegen wir zusammen in einer großen Koie. Eigentlich ziemlich gut also. Denken wir uns zumindest. Allerdings kannten wir da noch nicht die kurvige Strecke und die Fahrweise unseres Busfahrers. Naja, ohne viel zu schlafen kommen wir in Goa an. Endlich Sonne, Strand und Meer.

Calangute Beach

Eigentlich wissen wir gar nicht so genau an welchen Strand wir in Goa wollen. Es gibt ziemlich viele im Norden und einige im Süden Goas. Im Norden soll es wohl etwas hektischer und lauter, im Süden eher ruhiger und entspannter ablaufen. Wir entscheiden uns erst einmal für den Calangute Beach, welcher sich eher im Norden Goas befindet. Gerade ist noch Nebensaison. Das Wetter ist trotzdem ziemlich gut. Wie wir erfahren ist Calangute Beach der Hausstrand unserer russischen Freunde. Die Inder scheinen darüber nicht ganz so glücklich zu sein, zumindest sprechen sie nicht all zu positiv über Ihre Gäste, die Ihnen in der Hauptsaison das meiste Geld bringen. Warum das so ist erfahre ich leider nicht. Der Strand ist ganz schön. Kein weißer Karibiksandstrand und auch kein hellblau glitzerndes Wasser, aber sauber und relativ leer. Leider sind die Wellen so hoch, dass schwimmen verboten ist. Wir begnügen uns also mit unserem Pool und entspannen zwei Tage hier in der Sonne.

Panjim

Panjim ist die Hauptstadt Goas. Für eine Hauptstadt zwar recht überschaubar, dafür befinden sich aber an jeder Ecke wunderschöne Kolonialbauten. Man muss wissen, dass Goa 450 Jahre lang eine portugiesische Kolonie war. Dies spiegelt sich natürlich nicht nur in den Bauwerken wieder sondern auch in der kulturellen Prägung der Menschen. Sehr viele Einwohner Goas sind daher auch katholisch. In Panjim sowie wie in ganz Goa gibt es viele katholische Kirchen, welche durch Ihren europäischen Baustil wirklich etwas besonderes für mich in Indien darstellen.

Auf der allabendlichen Nahrungssuche entdecken wir ein kleines Haus. Es sieht gemütlich aus und ein paar Männer stehen davor und trinken Bier. Es ist zwar kein Restaurant, aber wir werden trotzdem sofort auf ein Bier eingeladen und bekommen auch gleich noch ein paar Snacks gereicht. Super nett. Wir unterhalten uns einige Zeit mit den Männern und erfahren interessante Dinge über Goa. Die Männer sind alle katholisch und erzählen uns, dass die indische Regierung den Katholizismus mehr duldet als unterstützt. Die Männer fühlen sich daher auch nicht mehr so wohl wie früher, da Sie immer mehr zur religiösen Minderheit in Goa werden. Interessant für mich ist auch zu erfahren, dass alle bis 1961 in Goa geborenen Anspruch auf einen portugiesischen Pass haben. Einige nutzen dies auch noch bis heute um anschließend auszuwandern.

Nachdem wir uns noch ein bisschen über Fußball unterhalten, muss ich dann aber gehen, als Sie mir sagen, dass Sie alle Bayern Fans sind. Ziemlich hart für mich, aber so ist das Leben. Trotzdem interessant, dass Sie alle Bundesliga schauen.

In Panjim selbst schlafen wir in einem wirklich tollen Hostel. Das Old Quater Hostel* ist stilvoll und modern eingerichtet. Es gibt tolles Frühstück und das Internet ist auch perfekt. Alles was wir also brauchen. Daher bleiben wir auch gleich noch ein paar Tage länger.

Schaut euch auch unser Video „Ein Tag mit Caro & Christoph – Hello Panjim“ auf unserem YouTube Kanal an!

Old Goa

Von Panjim machen wir noch einen Ausflug nach Old Goa, der ehemaligen Hauptstadt Goas. In dem kleinen Ort geht es ziemlich touristisch zu. Aber die tollen Klostergemäuer und Kirchen sind es auch wirklich wert sie anzuschauen. Ein Tagesausflug können wir also empfehlen.

Palolem

Unsere letzte Station in Goa führt uns in den Süden, in das kleine Stranddorf Palolem. Auf dem Weg hierhin treffen wir zwei deutsche Zahnmedizin Studenten aus Freiburg. Die beiden haben für einige Zeit in einem ländlichen Krankenhaus unterstützt. Was Sie uns berichten ist schon ziemlich hart. Sie erzählen, dass zahnmedizinisch hier nicht unbedingt immer nach deutschen Standard gearbeitet wird. Entweder fehlt das Material, oder es ist zu teuer. Manchmal haben sie auch einfach nicht so viel Lust Zeit zu investieren. Problematisch sind die vielen Tumore der Menschen, welche durch das häufige Kauen der Betelnuss entstehen. Meistens ist den Betroffenen nicht mehr zu helfen, da Sie viel zu spät im Krankenhaus erscheinen. Dies liegt daran, dass man vor allen in den ländlichen Gegenden nicht so häufig zum Arzt geht, sondern wartet bis mehrere Familienmitglieder Probleme haben. Erst dann macht man sich gemeinsam auf den Weg zu einem Arzt. Die Tumore werden zwar oft noch entfernt, aber eine Nachbehandlung sei praktisch nicht vorhanden, da die Menschen meist nach der Tumorentfernung nicht mehr lange leben. Ein indischer Arzt sagte zu den beiden, dass wenn ein Patient ein Jahr nach der Tumorentfernung noch lebt, würde man sich Gedanken zur Nachbehandlung machen. Da dies aber nicht so häufig vorkommt, wird das Thema eher als zweitrangig betrachtet. Puhh.

In Palolem angekommen, suchen wir uns erst einmal eine Unterkunft. Leider ist noch keine Saison, sodass die vielen Strandhütten noch nicht fertig aufgebaut sind. Wir haben aber trotzdem Glück und finden eine Unterkunft direkt am Strand. Wir schlafen mit den Wellen ein und wachen auch wieder mit den Wellen auf. Das, und der tolle Ausblick entschädigen uns auch dafür, dass wir unser Zimmer ein paar Nächte mit kleinen tierischen Nagern teilen müssen. Die Unterkunft empfehlen wir dir nicht unbedingt, aber die bereits aufgebauten Strandhütte sahen schon ganz gut aus. Sollten die auch alle ausgebucht sein, geht in das Crystal Goa*.

Die restlichen Tage entspannen wir. Wir liegen am Strand und sonnen uns, baden im Meer, mieten uns einen Roller und erkundigen noch andere Strände in der Nähe. Der Strand in Palolem ist aber auch echt toll. Gesäumt von hunderten Palmen, kann man es sich am sauberen Strand, der jeden morgen aufgeräumt wird, auch im Schatten gemütlich machen. Alles läuft ziemlich entspannt ab in Palolem. Die Leute sind nett und hilfsbereit und das Bier ist günstig 🙂 Das beste an diesem Ort ist, das wir gaaanz viele leckere Dinge essen. Wir können dir in Palolem das „World Kitchen Siona“ Restaurant nur empfehlen. Unser Stammlokal während unserer Zeit hier. Der Koch kann einfach alles kochen. Unglaublich. Wir essen Burger, Pasta, Falafel, Ofenkartoffeln, und natürlich auch das ein oder andere indische Gericht. Das Restaurant bietet nicht nur das leckerste Essen sondern auch das besten Preis-/Leistungsverhältnis. So gut wie hier haben wir nirgends in Indien gegessen!

Frischer Fisch

Fisch. Überall gibt es frischen Fisch. Jeden Morgen und Abend sehen wir Fischer die mit frischen Fisch am Strand ankommen. Sie fangen Kalamaris, Makrelen, Königsfische, Krebse und Riesengarnelen und noch ein paar weitere Sorten. Abends liegen diese Fische dann auf großen Tischen vor den Restaurants und warten darauf von den hungrigen Gästen ausgewählt und vom Koch zubereitet zu werden. Frischer geht es sicher nicht.

Wir schauen den Fischern an mehreren Tagen voller Faszination bei ihrer Arbeit zu. Wann sieht man so etwas schon mal? Für Caro ist der Anblick der Fische manchmal nicht so einfach, schließlich sehen wir einigen Fischen beim Sterben zu.

Alles in allem unterscheidet sich Goa schon ziemlich vom Norden Indiens. Alles läuft viel geordneter und entspannter ab. Die Menschen sind netter und somit fühlen wir uns hier auch viel wohler. 

Zusammenfassung aller wichtigen Links

  • Unsere Unterkunft in Calangute: Sunkissed Plaza
  • Unsere Unterkunft in Panjim: Old Quarter Hostel*
  • Unsere Unterkunft in Palolem können wir nicht unbedingt empfehlen. Wir haben uns aber Crystal Goa* angesehen und würden dir lieber ein Zimmer dort empfehlen. Leider war in unserem Zeitraum schon alles ausgebucht.
  • Unser Lieblingsrestaurant in Palolem: Im World Kitchen Siona waren wir jeden Tag mindestens einmal. Dort gab’s das beste und abwechslungsreichste Essen in ganz Indien.

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1 comment

  1. Comment by steinfisch

    steinfisch Reply 8. Oktober 2015 at 17:38

    Hallo Caro & Christoph,
    ich schaute mir gerade eure beiden Videos an. Leider kann ich dort nicht kommentieren, weil ich mich anmelden müsste…..
    Euch geht es gut! Interessant, was es so für Speisen gibt. Ich würde mich auf den frischen Fisch “stürzen”. Ob ich noch Fisch essen würde, nachdem ich die Abfälle am Ufer gesehen habe, ist sehr fraglich. Ansonsten gefielen mir die Orte gut. Es ist schön, euch auch in Bewegung zu sehen! 😀

    Weiterhin schöne Erlebnisse wünscht euch Ingrid

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