Dalat – Zipperlein auf Reisen

10. Mai 2016

Menschen 60
Essen 60
Urlaubsfeeling 80

0 – Geht gar nicht
20 – Ohje, ohne Worte
40 – Ist bzw. sind Ok, könnte aber besser sein

Sehenswürdigkeiten 60
Sicherheit 80
Gesamteindruck 60

60 – Passt
80 – Prima, wir bleiben gerne länger
100 – Perfekt, wir wollen nicht mehr weg

Wenn man reist, kommt man öfter an seine Grenzen als einem lieb ist. Meine Grenze ist die Wärme. Das wusste ich auch schon vorher und natürlich habe ich mir deshalb auch schon vor Reisebeginn Sorgen gemacht. Du fragst dich, ob man sich nach ein paar Monaten an die Wärme und die hohe Luftfeuchtigkeit gewöhnt? Nein, nicht wirklich.

Warum ich mich gegen die Wärme so sehr sträube? Ab 30 Grad werde ich antriebslos, müde und ich bekomme schneller Kopfschmerzen. Meine Haut ist mega empfindlich, nach 30 Minuten in der Sonne ohne Sonnenschutz habe ich einen Sonnenbrand (meine Haut ist auch nach acht Monaten noch ziemlich hell). Kopfschmerzen und Sonnenbrand versuche ich zu vermeiden. Das jeder Sonnenbrand nachhaltig die Haut schädigt brauche ich dir ja nicht zu erzählen. Die Kopfschmerzen sind mein ganz persönliches Dilemma. Meine Ärztin prophezeite mir, dass sobald ich auf Weltreise bin keine Kopfschmerzen mehr haben werde. Ich hätte ihr so gerne geglaubt. Tatsächlich sind die Schmerzen weniger, aber trotzdem werde ich zweimal pro Woche damit konfrontiert. Gott sei Dank sind sie nicht so stark wie vor der Reise. Ich entwickle immer neue Theorien und beobachte meinen Körper. Eine Lösung habe ich leider noch nicht gefunden. Reisetage, also Tage an denen wir von einen Ort zum nächsten reisen, sind besonders anfällig für meine Kopfschmerzen. Tage an denen wir lange durch die Hitze laufen ebenso. In ganz Asien ist es mir eigentlich viel zu warm. Der Wetterbericht für Dalat, unser nächster Ort in Vietnam, sagt 26 Grad voraus.

Wer hätte gedacht, dass kühlere Temperaturen mich glücklich machen? 

Dalat09

Als wir in Datat ankommen ist es angenehm frisch, aber trotzdem warm. Optimale Temperatur um sich nicht um das Wetter zu sorgen. Der Himmel ist blau. Krass blau! Wann haben wir das letzte Mal so einen blauen Himmel gesehen? In Saigon war definitiv zu viel Smog.

Als wir ankommen ist der Tag vorbei. Den ganzen Tag saßen wir im Bus. Wir erkunden zu Fuß den Ort und suchen nach einer Möglichkeit für unser Abendessen. Wir sitzen an einem Street Food Stand und beobachten die Menschen die an uns vorbeilaufen. Die Sonne ist inzwischen untergegangen und so langsam wir es mit kalt. Mir wird nicht nur zu schnell warm, mir wird auch schnell kalt. Viel Spielraum gibt es dazwischen nicht. Die Temperatur und ich, das ist so eine Sache für sich. Es nervt mich und ich wäre in dem Punkt gerne flexibler, aber kann es irgendwie auch nicht so richtig ändern. Gegen die Kälte gibt es Kleidung, aber gegen die Hitze?

25 Grad – warm oder kalt?

Die Menschen in Vietnam sind sich auch nicht so ganz einig. Die, die nicht so viel “Angst” davor haben dunkle Haut von der Sonne zu bekommen tragen in Dalat kurze Sachen. Die, die Hitze gewohnt sind, und bei unter 30 Grad frieren tragen Wollmützen und Winterjacken. Beide Typen sehen wir zur gleichen Zeit an uns vorbeiziehen. Uns ist schon an anderen Ort in Asien aufgefallen, dass bei Temperaturen unter 30 Grad Wollmützen und Handschuhe an den Straßenständen verkauft werden. Wir finden das immer etwas übertrieben, aber gut, über das Wetter macht man keine Scherze. Ich bin in dem Fall ja auch ein sehr schwieriger Fall.

Am nächsten Tag mieten wir uns einen Roller, wir wollen die herrliche Landschaft erkunden. In Ho Chi Minh City haben wir gehört, dass es hier ganz viele Blumen-, Obst- und Gemüseplantagen geben soll. Als ich die Straße vor unserem Hostel betrete durchströmt mich sofort ein Glücksgefühl. Es ist nicht zu heiß, es ist einfach nur wunderschön und angenehm. Für mich ist es pures Glück, nicht von einer Wärmewand erschlagen zu werden. Die Luft ist rein und alles andere als stickig. Ich schließe meine Augen, hebe meinen Kopf in Richtung Sonne und atme einfach nur. Ein und aus, ein und aus. Ich genieße diesen Moment sooo sehr. Ich schätze die Wärme der Sonne. Ich genieße die Wärme auf meiner Haut. Ich fühle mich pudelwohl. Ich habe keine Kopfschmerzen. Ich habe Energie und Lust die Umgebung zu erkunden. Alles fühlt sich so leicht an. Herrlich. Ich könnte ewig unter der Sonne stehen und einfach den Moment genießen.

Dalat und die wunderschöne Umgebung

Voller Tatendrang steigen wir auf unseren Rollen und fahren einfach mal los. Es soll irgendwo einen Elefantenwasserfall geben. Wir fahren an grünen Reisfeldern, Plantagen und Wasserbüffeln vorbei. Vietnam ist so schön grün, so grün wie Bali. Oh wie sehr meine Augen die grünen Pflanzen und den blauen Himmel genießen. Ich blühe irgendwie richtig auf. Normalerweise finde ich Wasserfälle wenig spannend. Aber heute werde ich eines Besseren belehrt. War ich bisher einfach noch nicht bei einem wirklich spektakulären? Oder kommt mir das heute nur so vor, weil mein ganzer Tag schon viel besser begonnen hat? Es ist fast Mittagszeit und tatsächlich sind die Temperaturen wieder leicht über 30 Grad. Der Ort an dem sich der Wasserfall befindet liegt etwas tiefer als Dalat. Mit einer Wasserflasche in der Hand halte ich es dann aber doch ganz gut aus. 😉 Was nun das besondere an dem Wasserfall ist? Man kann sich praktisch direkt neben ihn stellen und man bekommt einen feinen Sprühnebel Wasser von ihm ab. So was habe ich bisher noch nicht gesehen. Ich genieße wieder den Moment. Heute ist ein perfekter Tage, denke ich mir.

Regen! Bitte!

Nach unserem Ausflug haben wir Hunger. Wir sitzen in einem kleinen Lokal in Dalat und beobachten wie sich der Himmel dunkel färbt. Ich bin ein bisschen aufgeregt. Wird es heute noch regnen? Bitte, bitte! In Hamburg habe ich so etwas seltsames nie gedacht. Wer wünscht sich schon freiwillig Regen? Ich! Heute! Wir hatten das letzte Mal vor drei Monaten in Borneo Regen. Komisch, wenn man so lange nur Hitze hatte, kann man sogar den Regen vermissen. Kann schon sein, dass du mich inzwischen für ziemlich verrückt hältst. Mir egal. Ich bin einfach nur froh, dass mein Körper endlich Pause von der Hitze hat. Es regnet nicht. Naja irgendwie schon. Aber nicht so wie ich mir das gewünscht hatte. Es tröpfelt ein bisschen, nass wird man davon nicht. Unser Ausflug ist an diesem Tag noch nicht beendet, wir erkunden noch ein bisschen den Ort.

Dalat wirkt auf den ersten Blick wie ein Dorf. Aber sobald man sich ein Stück in den Ort hinein bewegt hört er gar nicht mehr auf. Auf einer Straße folgt die nächste und es gibt einen Haufen kleinere Straßen die sich von den großen Straßen abzweigen. Den ganzen Nachmittag versuchen wir alle Straßen abzuklappern, aber es ist nicht zu schaffen. Ganz schön verzwickt und schwer zu überblicken. Mit Google Maps finden wir uns aber ganz gut zurecht und finden an diesem Tag noch das Crazy House und am nächsten Tag den Berg Langbiang und eine nostalgische Eisenbahn.

Ich genieße das Wetter in jeder Sekunde ohne mir dabei groß Gedanken zu machen. Kein Problem, keine Gedanken. Bald fahren wir mit den Bus nach Hoi An, dort wird es wieder wärmer sein.

Was bringt dich auf Reisen an deine Grenzen?

Nützliche Links und Infos für deinen Besuch in Dalat:

  • Unsere Unterkunft in Dalat: Binh Yen Hotel*
  • Die Unterkunft war klasse, wir können sie nur weiter empfehlen
  • Obwohl wir eigentlich nichts von Dalat erwartet haben, wurden wir wirklich überrascht. Der Ort ist wirklich schön ruhig und viele westliche Touristen haben wir hier auch gar nicht getroffen 🙂

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