Cusco – Die Inkahauptstadt und der Machu Picchu

1. September 2016

Menschen 80
Essen 60
Urlaubsfeeling 80

0 – Geht gar nicht
20 – Ohje, ohne Worte
40 – Ist bzw. sind Ok, könnte aber besser sein

Sehenswürdigkeiten 100
Sicherheit 80
Gesamteindruck 80

60 – Passt
80 – Prima, wir bleiben gerne länger
100 – Perfekt, wir wollen nicht mehr weg

Nach unserem unbeschreiblichen Naturabenteuer auf den Galápagos-Inseln sind wir nun in Lima. Der Kontrast könnte nicht größer sein. Von blauem Himmel, sauberer Luft und warmen Temperaturen hinein in die Großstadthölle Lima. Es ist super kalt. Der Himmel ist bedeckt. Die Luft ist so verpestet, sodass es sich anfühlt als würde man direkt die Abgase der Autos einatmen. Selbst in Asien haben wir die Luft nicht so schlimm empfunden, dabei ist der Verkehr dort viel krasser. Sieben Tage lang müssen wir das ertragen.

Wir wollen in Lima eigentlich etwas arbeiten, doch die Umstände machen es uns nicht gerade leicht. Nein Lima, du hast uns wirklich nicht gefallen, daher werde ich auch gar nicht mehr über dich schreiben. Also auf zum Flughafen und ab nach Cusco, es kann ja nur besser werden.

Das Flugzeug bringt uns von Meeresniveau hinauf auf 3399m. Der Flug ist einer der spektakulärsten den ich bisher hatte. Auf dem Weg von Lima nach Cusco hat man das Gefühl direkt zwischen den Bergen zu fliegen. Die Berge mit ihren weißen Schneespitzen sind zum anfassen nah und wir haben etwas Bammel und fragen uns, ob wir nicht lieber etwas höher fliegen sollten! Der Anflug auf Cusco ist auch noch einmal ein kleines Highlight für sich. In einem kleinen Tal zwischen riesigen Bergen liegt Cusco. Es erfordert einiges an fliegerischem Können um hier zu landen. Doch unser Pilot scheint das zum Glück nicht zum ersten Mal zu machen und so kommen wir gesund und munter an.

Cusco04

Viele haben uns vor der Höhe gewarnt. Wir versuchen unser Bestes und trinken extrem viel Wasser um Kopfschmerzen, Fieber und sonstigen Begleiterscheinungen der Höhe vorzubeugen. Bei mir klappt das eigentlich auch ohne Probleme, doch Caro liegt einen Tag mit Kopfschmerzen flach. Am nächsten Tag hat sich aber alles wieder normalisiert und wir schlendern durch die wunderschönen Straßen Cuscos. Auch wenn es hier scheinbar mehr Touristen als Einheimische gibt, ist Cusco die schönste Kolonialstadt die wir auf unserer bisherigen Reise besuchen. In den vielen kleinen und engen Gassen gibt es tolle Cafés und Restaurants zu entdecken. Die ehemalige Inkahauptstadt hat aber auch super viele Kirchen und Museen und so kommt man auch als historisch Interessierter hier voll auf seine Kosten. Wir fühlen uns Pudelwohl in Cusco und freuen uns, dass wir ganze sieben Tage in dieser schönen Stadt verbringen können.

Doch Cusco ist nicht nur die ehemalige Inkahauptstadt, sondern dient auch als Ausgangspunkt zum Besuch des Machu Picchu – dem Highlight Südamerikas. Ich freue mich schon seit langem auf diesen Besuch. Zu Beginn unserer Weltreise war mein Ziel einen mehrtägigen Treck zum Machu Picchu zu machen. Doch nach mehr als elf Monaten reisen, sind Caro und ich einfach etwas reisemüde. Wir entscheiden uns daher die bequemste Art des Besuches zu wählen.

Mit dem Zug geht es von Cusco nach Aguas Calientes, dem Dorf am Fuße des Machu Picchu. Die Zugfahrt ist für mich wirklich etwas Einmaliges. Im modernen und mit Panoramafenstern ausgestatteten Zug beginnt die Reise in grau-brauner Natur. Nach ein paar Stunden änder sich die Landschaft zum ersten Mal. Durch enge Bergtäler, welche saftig grün bewachsen sind, schnauft die Diesellock in Richtung Aguas Calientes. Durch die Panoramafenster hat man eine spektakuläre Aussicht auf die umliegenden Berge. Ein paar Kilometer weiter ändert sich die Landschaft ein zweites Mal. Man merkt richtig wie der Zug langsam in den Dschungel einfährt. Die Bäume werden dichter, Lianen und grünes Moos soweit das Auge reicht. Diese Zugfahrt ist echt toll!

In Aguas Calientes angekommen, werden wir am Bahnhof auch schon freundlich von einem Hotelmitarbeiter empfangen. Wir schlafen noch eine Nacht hier in diesem kleinen Touristen Dorf, bevor wir am nächsten Morgen in aller Frühe mit einem Bus auf den Machu Picchu fahren.

Der erste Bus fährt um 05:30Uhr ab, wir sind um 04:00 Uhr bereits an der Bushaltestelle. Doch man glaubt es kaum, wir sind nicht die ersten. Eine ca. 500m lange Schlange wartet schon. Mit so vielen Menschen haben wir dann doch nicht gerechnet, aber naja. Gegen 07:00 Uhr erreichen wir den Machu Picchu. Noch ist absolut nichts zu sehen. Die Ruinenstätte versteckt sich vollkommen im Nebel. Wir machen uns auf, um den Montana zu besteigen, einen Berg am Machu Picchu von der man einen tollen Ausblick haben soll. 1,5 Stunden geht es ununterbrochen steil bergauf. Selbst für uns durchtrainierte Triathleten 😉 ist das krass anstrengend. Oben angekommen dann die Enttäuschung. Wolken soweit das Auge reicht, kein Machu Picchu weit und breit. Nach einiger Zeit lässt er sich dann aber noch blicken und so war der anstrengende Aufstieg dann doch nicht für umsonst.

Der Abstieg geht dann deutlich schneller und auch das Wetter zeigt sich nun von seiner besten Seite – blauer Himmel mit kleinen Schäfchenwolken. Den Spaziergang durch die Ruinenstadt können wir leider nicht so genießen wie ich mir das vorgestellt hatte. Es ist vollkommen überlaufen und man wartet eigentlich mehr in Menschenschlangen, als das man Zeit hat dieses verrückte Bauwerk auf sich wirken lassen zu können – schade.

Auf unserer Reise haben wir viele tolle Sehenswürdigkeiten bewundern dürfen, doch einen so krassen Massentourismus haben wir bisher noch nicht erlebt. Für uns ist das etwas traurig. Zum Abschluss unseres Besuches suchen wir uns ein ruhiges Plätzchen und lassen die tolle Anfahrt mit dem Zug, die vollkommen abgeschiede Lage dieses Bauwerks und das Geheimnisvolle, das diesen fantastischen Ortes umgibt, auf uns wirken. 

MachuPicchu07

Nützliche Links und Infos für deinen Besuch in Cusco und am Machu Picchu:

  • Unser Hostel in Cusco: Intro Hostal*
    Das Hostel befindet sich in einem alten Kolonialgebäude und hat einen tollen Innenhof wo Abends immer ein Lagerfeuer gemacht wird. Echt super gemütlich. Das Hostel ist ca. 5-10 min Fußweg vom Zentrum entfernt.
  • Unser Hostel in Aguas Calientes: Tambo Inn*
    Das Hostel hatte alles was wir für eine Nacht gebraucht haben. Es war sauber, es gab heißes Wasser und eine Lunchbox zum Frühstück.
  • Wir haben die luxuriöse und einfachste Anreise zum Machu Picchu gewählt. D.h. wir sind mit dem Zug von Cusco nach Aguas Calientes gefahren und dann weiter mit dem Bus hoch zum Machu Picchu. Wenn du lieber wandern möchtest, bieten dir in Cusco hunderte Reiseagenturen die passenden Pakete. Es ist also nicht notwendig irgendetwas im Voraus zu buchen.
  • Für alle weiteren Infos verlinke ich einfach mal auf den Blog www.info-peru.de. Hier findest du alles was du sonst noch so für deine Reise zum Machu Picchu benötigst.
  • Es leckeres uns super reichhaltiges vegetarisches Mittagsmenü gibt es im El Encuentro. Die beste vegetarische Ceviche gibt es im PER.UK. Generell hat man es als Veganer oder Vegetarier ziemlich leicht in Cusco.
  • In Cusco waren wir ganz besonders gerne im kleinemConcept Store Cafe L’atelier. Es gab Café und Kuchen, aber auch viele schöne Dinge, die das Herz ganz glücklich machen. Schau unbedingt mal vorbei, das war soooo zauberhaft! 🙂

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4 comments

  1. Comment by Natali K.

    Natali K. Reply 13. September 2016 at 10:33

    Hallo Christoph, vielen Dank für die schnelle Rückmeldung.

    Das sind ja beruhigende Worte. Wir lassen uns dann einfach mal überraschen und treiben.

    Hahaha, das mit dem paranoiden Verhalten kenne ich 😀 Wir sind beide sehr misstrauische Menschen, hehehe.

    P.S. Werdet ihr auch für weitere Länder die ihr bereist habt so tolle Fact Sheets/Info Grafiken erstellen? Diese sind sehr schön gestaltet und informativ. 🙂

    • Comment by Christoph

      Christoph Reply 15. September 2016 at 15:09

      Hey Natali,

      wir wissen noch nicht genau wann wir dazu kommen die weiteren Infografiken zu erstellen… Es ist aber auf jeden Fall in Planung 🙂

      Viele Grüße

  2. Comment by Natali K.

    Natali K. Reply 12. September 2016 at 11:35

    Hallo ihr beiden,

    ich muss an dieser Stelle etwas loswerden:

    Euer Blog ist super!!! 🙂 Tolle Aufmachung, übersichtlich, interessante Beiträge und sympathische Menschen. Mein Freund und ich werden ab Oktober auch für mind. 6 Monate verreisen und sind froh auf euren Blog gestoßen zu sein. Sehr hilfreiche Infos.

    Macht weiter so.

    P.S. Wie sicher oder unsicher habt ihr euch in Südamerika gefühlt? Wenn man mal auf der Seite des Auswärtigen Amtes liest, kriegt man ja regelrechte Angstzustände und will garnicht mehr nach SA verreisen… 😀

    • Comment by Christoph

      Christoph Reply 12. September 2016 at 15:12

      Hey Natali,

      ohhh super, das freut uns aber, dass ihr auch für länger verreisen werdet! Genießt die Vorfreude 🙂 Cool, dass euch unser Blog gefällt – ein ganz fettes DANKE für euer Feedback 😉

      Zu deiner Frage… Am Anfang war es schon etwas komisch für uns und wir sind irgendwie fast schizophren herumgelaufen, haben jeden beobachtet weil wir dachten wir werden überfallen und ausgeraubt. Gerade wenn man aus Japan bzw. SOA kommt ist es schon eine kleine Umstellung, aber jetzt nach so vielen Monaten des Reisens hier in Südamerika, wissen wir, dass es hier nicht gefährlicher ist als anderswo. Mit gesundem Menschenverstand (Nachts nicht alleine irgendwo umherlaufen, wenn einem etwas komisch vorkommt lieber gehen etc.) kann man seine Zeit in diesen wunderschönen Ländern wirklich genießen.

      Also keine Angst, nur Mut – Südamerika ist mega geil und wir werden auf jeden Fall auch zurückkommen.

      Wenn du noch eine andere Meinung hören möchtest, schau dir mal das Video von Carina an: https://www.youtube.com/watch?v=rf7vUF5Th-U

      Also gaaaanz viel Spaß und viele tolle Erlebnisse auf eurer Reise!

      Christoph

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