Canggu und Gili T – Work, Eat, Love

7. Februar 2016

Menschen 100
Essen 100
Urlaubsfeeling 100

0 – Geht gar nicht
20 – Ohje, ohne Worte
40 – Ist bzw. sind Ok, könnte aber besser sein

Sehenswürdigkeiten 80
Sicherheit 80
Gesamteindruck 100

60 – Passt
80 – Prima, wir bleiben gerne länger
100 – Perfekt, wir wollen nicht mehr weg

In Varanasi in Indien entscheiden wir, dass wir Weihnachten gerne auf Bali und in Canggu verbringen wollen. Zu dem Zeitpunkt sind wir schon etwa fünf Wochen in Indien und sehnen uns nach etwas ruhigem und gemütlichen für die Weihnachtsfeiertage und Silvester. Wir schauen viel auf Airbnb und finden schon sehr frühzeitig eine geeignete Unterkunft für uns. Unser neues Zuhause hat supergute Bewertungen.

Am 22. Dezember ist es endlich soweit. Wir verlassen Ubud und fahren nach Canggu. Wir sind zuversichtlich, schließlich hatten wir eine wunderschöne Villa in Ubud.

Hallo neues Zuhause

Wir klingen an der Haustür. Warten. Niemand macht uns auf. Warten. Nach ein paar Minuten öffnet sich die Tür und ein schüchternes Mädchen lässt uns herein. Sind wir hier richtig? Die ersten Zweifel kommen auf. Wir laufen durch den Garten und am Pool vorbei. Auf den Fotos sah alles viel schöner aus. Das Mädchen zeigt uns unser Zimmer. Auf den Treppenstufen und vor der Eingangstür liegt Katzenfutter, aber wir können auch schon am Geruch erahnen das hier mindestens eine Katze wohnt. Ich bekomme Angst. Christoph ist allergisch und ich befürchte das er in der Nacht keine Luft bekommen könnte. In der Vergangenheit hatte ich schon das ein oder andere Mal Angst um ihn. In unser Zimmer dürfen die Katzen jedoch nicht. Ich hab ein mulmiges Gefühl im Bauch und fühle mich sehr unwohl. Irgendwie habe ich mir das alles anderes vorgestellt. Wollten wir nicht an einem gemütlichen Ort über Weihnachten sein?

Normalerweise sind wir nicht so anspruchsvoll und wir haben uns auch schon in ein paar anderen Unterkünften nicht 100% wohl gefühlt. Aber an diesem Tag fühlt es sich ganz besonders schlimm an. Wir schweigen uns an. Keiner traut sich zu sagen, dass er am liebsten sofort wieder abhauen möchte. Die Villa ist nicht ganz billig, wir wollten uns was gönnen. Die Stimmung ist am Boden. Die Luft ist zum zerreißen gespannt. Wir wollen beide weg. Erstmal irgendwo hin. Wir lassen unsere Rucksäcke im Zimmer und gehen ein bisschen spazieren, kaufen ein Snickers zur Beruhigung und suchen uns etwas zum Mittag.

Schokolade hilft beim Denken

Mit der Schokolade im Bauch spreche ich dann aber doch meine Bedenken aus. Wir reden, reden und reden und wiegen ab. Wenn wir die Unterkunft verlassen, bekommen wir die 80€ Vermittlungsprovision von Airbnb nicht zurück. Aber gleich zwei Wochen an diesem Ort bleiben? Das kommt für mich definitiv nicht in Frage. Ich weiß echt nicht wann ich mich das letzte Mal so unwohl gefühlt habe.

Wir beschließen unseren Auszug. Dann geht alles ganz schnell. Wir holen unsere Rucksäcke, sagen, dass wir dort nicht bleiben können, schreiben Airbnb und lassen uns mit einem Taxi in ein Hotel fahren. Scheiß auf die Vermittlungskosten. Tief durchatmen, es ist zwei Tage vor Weihnachten und wir wollen eine schöne Villa finden. Das Hotel ist für den langen Zeitraum aber viel zu teuer.

Auf YouTube finden wir ein Video von einer schönen Villa von Bolle und Marco. Die beiden bloggen auf „Komm’ wir mach das einfach“. Wir zögern nicht lange und fragen die beiden einfach nach der Adresse und bekommen den Kontakt zu Johan. Wir schreiben Johan an. Leider hat er im Moment nichts frei. Schade.

Mit unserem Roller klappern wir viele Hostels in der Umgebung ab und versuchen etwas Schönes zu einem guten Preis zu finden. Nichts haut uns wirklich um, aber die Zeit drängt. Wir buchen ein Zimmer für die nächsten Tage, das Zimmer ist zwar nur OK, aber immerhin haben wir was gefunden.

Alles wird gut

Als wir wieder im Hotel sind, haben wir eine Nachricht von Johan. Einer seiner Mitbewohner hat es sich anderes überlegt, er will ausziehen und es wird ein Zimmer frei. Krass? Wirklich? Oh man! Und nun? Die andere Unterkunft wieder absagen? So ein auf und ab der Gefühle.

Wir sagen die andere Unterkunft nicht ab und verabreden uns mit Johan für den nächsten Tag. Wir wollen uns die Villa vorher ansehen.

Die Villa ist ein Traum, genau das was wir gesucht haben und günstiger als die erste Villa. Ist das zu fassen? Statt zwei Wochen mieten wir das Zimmer gleich für vier Wochen. Verrückt, dass wir in letzter Minute doch noch alles bekommen haben was wir uns gewünscht haben. Manchmal muss man dem Leben einfach vertrauen! 🙂

Wir ziehen in unsere Villa ein, feiern ein großartiges Weihnachtsfest mit unseren neuen Mitbewohnern und deren Freunde, arbeiten zwischen den Jahren wie verrückt von morgens bis abends an unseren Projekten und fühlen uns völlig eins mit uns selbst. Ein schönes Gefühl.

Dann kommt Silvester. Hach ja, das Fest, an das man jedes Jahr große Erwartungen hat, aber eigentlich gar nicht richtig feiern will. Unser Jahr 2015 hatte viele Tiefen, aber zum Glück mehr Höhen. Will man so ein grandioses Jahr wirklich beenden? Wir wollen keine große Party und lieber einfach unsere Ruhe. Wir feiern alleine, gehen Essen und liegen auf der Couch und beenden die letzte Staffel von House of Cards. Ein perfekter Tag, wir fühlen uns nicht alleine. Unsere Mitbewohner sind aus dem Haus. Kurz vor 24 Uhr trudeln dann aber doch alle aus den verschiedensten Gründen wieder zu Hause ein. 2015 verabschiedet sich von uns in aller Ruhe, wir sitzen zu sechst auf unserem Balkon und genießen das Feuerwerk über Canggu.

Das neue Jahr fängt genau so an wie es für uns aufgehört hat. Wir arbeiten jeden Tag, mal von zu Hause, mal im Coworkingspace. Manchmal schaffen wir es abends zum Sonnenuntergang. Ein freies Wochenende wäre jetzt ganz schön.

Canggu03

Wir erkunden unsere Umgebung

Einen Tag vor Christophs Geburtstag klopft es an unserer Tür. Christoph ahnt zu diesem Zeitpunkt noch nichts. Hinter der Tür steht Christophs Bruder und zusammen mit ihm zehn Tage Urlaub von unserem normalen Leben. Ich war natürlich in die Überraschung eingeweiht und an diesem Tag mega aufgeregt. 😀 Wir klappen unsere Laptops zu, zeigen ihm Canggu und entdecken all die tollen Orte in der Umgebung, die noch auf unserer Wunschliste standen.

Tanah Lot

Uluwatu

Kuta

Canggu04

Die Strände in Canguu sind zum baden nicht die schönsten (eher zum surfen) und so fahren wir für ein paar Tage nach Gili Trawangan, eine kleine Insel ganz in der Nähe von Bali. Herrlich. Hier steht die Zeit still. Sobald wir die Insel betreten verfallen wir in den Inselmodus. Wir laufen langsamer, atmen langsamer und entspannen uns augenblicklich. Wir wollen gar nicht viel erleben. Wir haben Zeit. An einem Tag gehen wir mit Meeresschildkröten schwimmen und an einem anderen Tag fahren wir mit Fahrrädern einmal um die Insel. Wenn man sich beeilt schafft man die Umrundung in 90 Minuten. Wir nehmen uns den ganzen Tag Zeit und halten bei jeder fünften schönen Bar an, um das Leben zu genießen. Unser Abendprogramm ist ebenfalls entspannt. Wir sehen uns den schönen Sonnenuntergang an und trinken in den Bars ein Bier nach dem anderen. Unser normales Tagesbudget haben wir auf Bali gelassen, wir tun wonach uns der Sinn steht und schauen weniger auf Geld.

Urlaub vom Urlaub – Wir fahren nach Gili Trawangan

Gili02

Die Zeit mit Christophs Bruder vergeht wie im Flug. Nun bleiben uns nur noch vier Tage in unserer schönen Unterkunft in Canggu. Als wir zurück kommen, fühlt es sich richtig nach einem Zuhause an. Wir wollen eigentlich gar nicht weiter reisen. Leider endet unser zwei monatiges Visum bald, um eine Ausreise kommen wir daher nicht herum.

Unser Abschied ist nicht für immer

Ein letztes Mal fahren wir mit unserem Roller all die bekannten Wege ab und essen ein letztes Mal in einem indonesisch Warung. Ich schließe die Augen auf dem Roller, halte mich an Christoph fest und genieße die Sonnenstrahlen in meinem Gesicht und den kühlenden Fahrtwind in meinen Haaren.

Nützliche Links für deinen Besuch in Canggu und Gili Trawangan:

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