Cameron Highlands – Regenwald & Teeplantagen

3. Januar 2016

Menschen 80
Essen 60
Urlaubsfeeling 40

0 – Geht gar nicht
20 – Ohje, ohne Worte
40 – Ist bzw. sind Ok, könnte aber besser sein

Sehenswürdigkeiten 40
Sicherheit 80
Gesamteindruck 60

60 – Passt
80 – Prima, wir bleiben gerne länger
100 – Perfekt, wir wollen nicht mehr weg

Der Wecker klingelt. Schnell aufstehen und frühstücken, gleich werden wir abgeholt. Wir müssen noch kurz warten und dann kommt er auch schon, der Land Rover Jeep der heute unser Taxi ist.

Wir sind in den Cameron Highlands. Die Highlands befinden sich auf einer Höhe von 1.500 – 2.000 Metern. Hier oben herrscht ein komplett anderes Klima, als im restlichen Malaysia und es ist daher eine tolle Abwechslung für uns. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen zwischen 15 bis 25 Grad und bieten optimale Bedingungen für den Anbau von Tee, Obst, Gemüse, Blumen etc. Das Gebiet wurde bereits 1885 von einem britischen Landvermesser entdeckt und dient seither nicht nur als Anbaugebiet, sondern auch als Erholungs- und Rückzugsort.

Mit unserem Guide Appu und noch ein paar weiteren Gästen aus Australien, Singapur und Deutschland begeben wir uns heute auf Entdeckungstour durch die Cameron Highlands.

Cameron-Highlands Land Rover

Auf in den Regenwald

Voll besetzt quält sich unser Jeep die kurvenreiche und steinige Strecke durch die Highlands, immer weiter bergauf. Durch das Fenster sehen wir die ersten Teeplantagen und Gewächshäuser. Für uns, die so etwas noch nie gesehen haben, ist es schon ein sehr toller Ausblick. Wir fahren immer weiter hinauf und alle paar Meter verändert sich die Landschaft. Plötzlich sind keine Plantagen mehr zu sehen, sondern nur noch Regenwald.

Nach ca. 15 Minuten Fahrt stoppt unser Jeep und wir sind an der ersten Station für heute angekommen. Gunung Batu, der höchste Berg hier in den Cameron Highlands. Wir klettern einen kleinen, nicht wirklich sicher aussehenden Aussichtsturm hinauf und haben einen tollen Ausblick über die Cameron Highlands. Eigentlich ist derzeit Regenzeit und es regnet täglich. Doch wir haben Glück und haben den ganzen Tag kein Regen, was wirklich sehr selten zu dieser Zeit ist.

Cameron-Highlands Batu Brinchang

Unser nächster Stopp bringt uns direkt hinein in den Regenwald. Auf unbefestigten Wegen, unter und über abgestorbenen Bäumen hinweg und entlang steiler Abhänge entdecken wir, gemeinsam mit dem besten Guide dem man sich vorstellen kann, den Regenwald. Appu kennt sich bestens hier aus. Er kennt jede Pflanze und weiß wofür sie nützlich ist. Seine Medizin bezieht er zum Großteil aus dem Regenwald. Herkömmliche westliche Medizin nutzt er nur selten, denn für die meisten Probleme findet er die passende Medizin in der Natur. Beeindruckend, was er für ein Wissen hat. Auf jede Frage hat er eine Antwort.

Cameron-Highlands Mossy Forest Cameron-Highlands Mossy ForestNeben seiner Arbeit als Tourguide für Touristen, engagiert sich Appu auch bei der einzigen NGO, welche sich für den Schutz der Cameron Highlands einsetzt. So erfahren wir auch, dass es nicht all zu gut um diese Region steht. Aufgrund immer neuer Gewächshaus-Farmen wird immer mehr Regenwald abgeholzt. Die meisten dieser Farmen werden illegal in den steilen Hängen der Highlands errichtet. Da diese Hänge im Nachhinein jedoch nicht ordnungsgemäß befestigt werden, entsteht durch den vielen Regen der hier fällt, eine extreme Erosion. Appu erzählt uns, dass durch die massive Umweltverschmutzung und der extensive Einsatz von Pestiziden, Herbiziden, Fungiziden etc. das Ökosystem in dieser Region kurz vor dem Zusammenbruch steht. Häufig werden die Mittel zur Schädlingsbekämpfung von deutschen Unternehmen bezogen. 

Mit seiner NGO versucht er dies zu verhindern. Die Korruption, speziell in den staatlichen Einrichtungen, macht es ihnen hier aber nicht leichter, so sagt er. Aber er erzählt uns auch von einem Projekt auf das er besonders stolz ist. Die NGO konnte bisher schon 8 von 12 Schulen in der Region davon überzeugen, an einem Programm teilzunehmen, um den Kindern den Regenwald näher zu bringen. So werden die Kinder regelmäßig direkt im Regenwald unterrichtet und lernen u.a. von Appu die Pflanzenwelt kennen. Somit verstehen sie auch die Wichtigkeit des Regenwalds, für das komplexe Ökosystem dieser Region. Appu sagt, wenn die Kinder ihr bisher gesammeltes Wissen an Ihre Eltern weitergeben würden, würde es der Region um einiges besser gehen.

Die Teeplantagen

Unterhalb des Regenwaldes sind sie überall zu finden, die für diese Region so typischen Teeplantagen. Die ca. 80 cm hohen Teesträucher säumen die Berghänge und lassen die Region in einem satten grün erstrahlen. Ein wirklich sehr schöner Anblick.

Bereits seit 1925 wird in den Cameron Highlands Tee angebaut. Hauptproduzent und somit auch mehrheitlicher Eigentümer der Teeplantagen, ist seit den ersten Tagen die Firma BOH. Wenn man die vielen Teeplantagen so sieht, könnte man denken, BOH besitzt die Weltherrschaft über den Teeanbau. In Wahrheit ist BOH aber lediglich einer der kleineren Unternehmen im globalen Teemarkt. BOH produziert keinen exklusiven, teuren Tee. Sie produzieren Tee für den Massenmarkt. In Asien ist BOH Tea eine bekannte Marke und die Teeprodukte sind in vielen Supermärkten zu finden.

Cameron-Highlands Teeplantagen Cameron-Highlands TeeplantagenWir sehen aber nicht nur die Teeplantagen, sondern besuchen auch noch eine Fabrik von BOH. Neben den Teesträuchern lernen wir somit auch die komplette Weiterverarbeitung, bis hin zum fertigen Produkt, kennen. Am Ende unseres Besuchs darf natürlich auch nicht die obligatorische Verkostung fehlen. So lassen wir uns inmitten von grünen Teeplantagen einen frisch aufgebrühten Tee schmecken und den ersten Teil unseres Tages Revue passieren.

Der zweite Teil des Tages ist leider äußerst enttäuschend. Wir werden von einer Touristenattraktion zu nächsten gefahren. Da es wirklich so unspektakulär war, möchten wir dir die Einzelheiten ersparen. Wir fassen aber einmal schnell zusammen: Bei einer Erdbeerplantage haben wir einen Erdbeersaft getrunken, in einem Schmetterlingshaus Schmetterlinge, Schlangen und Agamas besichtigt, in einem Vintage-Museum etwas über die Geschichte gelernt und zum Schluss den Tempel in Brinchang besucht. Solltest du in die Cameron Highlands fahren, empfehlen wir dir nur die Halbtagestour zu buchen. Diese ist wirklich Spitze!

An diesem Tag hatten wir auch wieder unsere Kamera dabei. Hier gibt es das Video dazu:

Nachdem wir uns in den kühlen Temperaturen der Highlands etwas abgekühlt haben, geht unsere Reise weiter in die Hauptstadt Malaysias, nach Kuala Lumpur.

Nützliche Links für deinen Besuch in den Cameron Highlands:

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Cameron-Highlands Teeplantagen Cameron-Highlands Schmetterlingshaus

Cameron Highlands: Agama im Schmetterlingshaus

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